Für eine Niederlage der imperialistischen Aggressoren! Stoppt den Krieg der USA und Israels gegen den Iran!

In der zweiten Woche des Krieges von USA und Israel gegen den Iran eskaliert die Lage durch Trumps Drohungen, den Iran noch härter zu treffen, wenn er den Transport von Erdöl durch die Straße von Hormus weiter kontrolliert. Nach Trumps Angriff auf Venezuela, seinen Drohungen gegen Kuba und seinem Gieren nach Grönland sowie dem anhaltenden Völkermord an den Palästinenser:innen ist diese neueste Phase seiner imperialistischen Ambitionen eine große Bedrohung, insbesondere für die Völker des Nahen Ostens, aber auch darüber hinaus.

Die Aggression gegen den Iran steht in direktem Zusammenhang mit der zionistischen Offensive gegen Palästina. Israel setzt seine Offensive gegen Gaza fort und blockiert weiterhin die Einfuhr humanitärer Hilfe.

Israel hat auch seine Militäroperationen gegen den Libanon intensiviert. Bombardierungen und Evakuierungsbefehle im Süden des Landes haben bereits Hunderte von Todesopfern gefordert und zur Vertreibung von Hunderttausenden von Menschen geführt. Alles deutet darauf hin, dass die israelische Regierung den regionalen Krieg nutzen will, um ihr strategisches Projekt eines „Großisrael“ zu konsolidieren.

Seit dem 28. Februar hat der Krieg der USA und Israels gegen den Iran mehr als 1300 Tote im Iran gefordert, darunter 200 Kinder und Dutzende Mitarbeiter:innen im Gesundheitssektor. Der Iran hat auf die Angriffe mit Angriffen auf US-Militärstützpunkte im Nahen Osten reagiert, die Hisbollah hat Israel zur Verteidigung des Iran angegriffen, und Israel hat mehr als 500 Menschen im Libanon getötet und viele Tausende vertrieben.

Angriffe auf die Militärstützpunkte der USA und ihrer Verbündeten sowie auf die Infrastruktur, die den Angriff der USA und Israels auf den Iran unterstützt, sind legitime Reaktionen auf diese Aggression. Wir betonen, dass wir das Recht des Iran unterstützen, sich gegen die Gangster aus den USA und Israel zu verteidigen. Die USA und Israel sind die Aggressoren, und sie können diesen Krieg jederzeit beenden, indem sie ihre Aggression einstellen.

Mit der Behauptung, sie würden nur militärische und strategische Einrichtungen angreifen, verschleiern die US-amerikanischen und israelischen Streitkräfte die Tatsache, dass das Hauptziel der Angriffe, das Korps der Islamischen Revolutionsgarde (IRGC), längst mehr als nur ein Militärkorps ist. Es hat sich zu einer riesigen sozialen und wirtschaftlichen Institution entwickelt, die mehr als ein Drittel des iranischen BIP kontrolliert und über die mit ihr verbundenen Stiftungen viele Sektoren der Landwirtschaft und der Lebensmittelproduktion bis zum Bauwesen dominiert. Der Iran wird seit mehr als 40 Jahren von einem stark institutionalisierten islamischen Regime regiert, das in alle Lebensbereiche eingebettet ist, was die Behauptungen von wegen „gezielter Angriffe“ unhaltbar macht.

Der Angriff auf den Iran hat zu ökologischen Verwüstungen geführt, insbesondere die Bombardierung der Ölraffinerie in Teheran, die dazu geführt hat, dass der Himmel mit schwarzem Rauch voller giftiger Kohlenwasserstoffe, Schwefeloxide und Stickstoffverbindungen gefüllt war. Dieser giftige Rauch, der die Lungen der Iraner:innen füllt, ist nur das jüngste Beispiel für einen Krieg, der zur Vergiftung der Natur führt, auf die alle Menschen angewiesen sind, vom Ökozid in Gaza bis zur Zerstörung des Kachowka-Staudamms in der Ukraine durch russische Bombenangriffe im Juni 2023.

Trumps inkohärente und zynische Äußerungen zu den Zielen und Zielsetzungen des US-amerikanisch-israelischen Krieges gegen den Iran in diesen zwei Wochen reichten von der Bezeichnung des Angriffs als Hilfe für den Kampf der Iraner:innen für Demokratie, als Präventivkrieg gegen das iranische Atomprogramm bis hin zur Androhung der Vernichtung der gesamten Nation. Es ist klar, dass ein fest verwurzeltes autoritäres Regime wie die Islamische Republik Iran nicht einfach durch die Ermordung seines 86-jährigen Führers oder die Zerstörung seiner Städte gestürzt werden kann. Was die Vereinigten Staaten offenbar anstreben, ist die Schaffung einer chaotischen Situation, in der eine neue Autorität, die als „das kleinere Übel“ dargestellt wird, hingenommen wird, damit das Blutvergießen aufhört. Die Geschichte wird diesen Moment möglicherweise als die Vereinnahmung eines Volksaufstands durch Krieg und Massaker in Erinnerung behalten.

Wir stehen dem iranischen Volk in seinem Kampf gegen die Tyrannei zur Seite

Die Iraner:innen kämpfen seit Jahrzehnten gegen ihr unterdrückerisches Regime. Zu den wichtigsten Beispielen gehören die Aufstände der Studierenden von 1999, die Grüne Bewegung von 2009 und die Bewegung „Frau, Leben, Freiheit“ von 2022. Sie haben nicht nur mit Demonstrationen gegen das unterdrückerische Regime gekämpft, sondern auch trotz schwerer Repressionen überall dort, wo es möglich gewesen ist, durch die Bildung von zivilgesellschaftlichen Institutionen und durch Druck für die Gleichheit der Geschlechter.

Die letzte Folge dieser Proteste hat in den letzten Tagen des Jahres 2025 begonnen und ist von dem iranischen Regime brutal unterdrückt worden, die Zahl der Todesopfer wird auf 10 000 bis 30 000 geschätzt. Aufgrund der hochgradig repressiven Natur des Regimes ist es nicht möglich, diese Zahl zu überprüfen. Wenn diese Schätzungen zutreffen, wäre dies das größte Massaker, das das iranische Regime seit Jahrzehnten verübt hat.

Aus der Perspektive einer Politik, die auf Selbstorganisation und Selbstemanzipation der Massen basiert, kann die Einsetzung von erblichen Herrschern wie Chamenei oder Pahlavi die Situation nur verschlimmern und den jahrzehntelangen Kampf der Iraner:innen für soziale Gerechtigkeit und Demokratie einmal mehr blockieren. Ausländische Interventionen, die den Kampf der Iraner:innen gegen autoritäre Herrschaft untergraben, sind nichts Neues. Von der britischen Unterstützung für den ersten Pahlavi-Putsch im Jahr 1921, seiner von den Alliierten erzwungenen Abdankung im Jahr 1941 zugunsten seines Sohnes Mohammad Reza Pahlavi über den von den USA und Großbritannien orchestrierten Putsch von 1953 gegen den demokratisch gewählten Premierminister Mossadegh, der das iranische Öl verstaatlicht hatte, bis hin zu den jahrzehntelangen Wirtschaftssanktionen gegen das derzeitige Regime, die die Regierung nicht geschwächt, sondern das soziale und wirtschaftliche Leben von Millionen Iraner:innen beeinträchtigt haben – imperialistische ausländische Interventionen haben die Möglichkeit einer demokratischen Zukunft für den Iran zunichte gemacht und dazu beigetragen, die Voraussetzungen für die Existenz und die Herrschaft der Islamischen Republik zu schaffen.

Unter Bedingungen des Kriegs gibt es keine Möglichkeit zur Befreiung. Während Städte zerstört und Tausende von Menschen getötet werden, wird die Möglichkeit, eine demokratische Bewegung aufzubauen, weiter zunichte gemacht. Der grundlegende Kompass der Vierten Internationale war schon immer die Perspektive der Selbstemanzipation der arbeitenden Massen. Die Geschichte hat uns dutzende Male gezeigt, dass jede Intervention, die „im Namen der Freiheit“ von oben durchgeführt wird, sei es durch Kompromisse oder durch Bomben, nur eine andere Form der Barbarei für Arbeiter:innen, Frauen und Jugendliche hervorbringt.

Wie wir in dem Iran-Irak-Krieg nach der Revolution von 1979 gesehen haben, kann ein aufgrund von Krieg verhängter Ausnahmezustand die Opposition nur noch weiter zerschlagen. Derzeit gehören die pro-demokratischen Kräfte im Iran, darunter Tausende von politischen Gefangenen, zu den Hauptzielen des islamischen Regimes, und ihr Leben ist unter dem Vorwand des Krieges in Gefahr. Deshalb fordern wir die sofortige Beendigung dieses imperialistischen Angriffs auf den Iran, bekräftigen wir die Unterstützung für den Kampf des iranischen Volks gegen das unterdrückerische islamische Regime und treten wir für das Recht des Irans ein, sich gegen die Gangster aus den USA und Israel zu verteidigen.

Nieder mit dem US-Imperialismus!

Stoppt den Krieg der USA und Israels!

Befreiung der politischen Gefangenen im Iran!

Bauen wir internationalen Widerstand gegen diesen Krieg auf – unterstützen wir Aktivist:innen für Demokratie und Frauenrechte!

Kein Krieg, keine Diktatoren – Hände weg vom Iran!

12. März 2026

Bureau Executif